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Genervt vom Schweinehund? – so wirst Du ihn los!


Wir sind alle nur stinknormale Menschen


Wir kennen es doch alle. Nach getaner Arbeit, die vielleicht gerade heute extra aufreibend war, fällt die Wohnungstür ins Schloss und Du denkst: "Herrlich, diese Stille!" Diese Stille kannst Du noch mehr genießen, indem Du Dich auf Deine Couch verfrachtest und sanft wegschlummerst. An diesem Tag wird Dich nichts und niemand mehr von der Couch verjagen können. Laufen gehen? Pah, nö! Der Schweinehund hat Dich auf Deine eigene Couch festgeklebt.

 

Findest Du Dich wieder? Ja? Perfekt, dann sind wir schon zu zweit. Also sei nicht traurig, denn wir sind nicht alleine. Jetzt kommt noch ein weiterer wichtiger Punkt, bevor es jemand von Euch laut ausspricht. Viele denken garantiert jetzt: "Dann geh doch vor der Arbeit laufen. Mach einen Early-Bird!" Äh, sorry, nein, danke. Ich bin und werde nie ein Early-Bird sein. Klägliche Versuche habe ich bereits unternommen. Es ging auch einigermaßen, war aber eher Quälerei und macht mir persönlich keinen Spaß. Was keinen Spaß macht, lasse ich irgendwann ganz sein. Also: keine Option für mich.

 

Passt auch das zu Dir? Oder bist Du allgemein interessiert, was Du gegen den Schweinehund tun kannst? Dann lass mich Dir ein paar Tipps geben.    


Start vom Arbeitsplatz


Wie hört es sich an, wenn ich Dir sage, dass es eine Möglichkeit gibt, den Schweinehund erst gar nicht über den Weg zu laufen? Toll, oder?

 

Das geht ganz einfach. Packe am Abend vor Deinem Training eine Tasche mit Deinen Laufsachen. Nehme diese am nächsten Morgen mit zur Arbeit. Nach dem Feierabend ziehst Du Dich dort um und los geht es.

 

Entweder Du lässt alle Klamotten bei der Arbeit, läufst eine Runde und holst Dann Deine Klamotten ab um nach Hause zu fahren.

 

Oder Du hast einen kleinen Laufrucksack, wo Du die wichtigsten Sachen, wie zum Beispiel Geldbörse, Schlüssel und Handy verstauen kannst. Dann kannst Du einen One-Way-Run nach Hause absolvieren. Deine restlichen Klamotten nimmst Du am nächsten Tag einfach wieder mit nach Hause.

 

Beide Möglichkeiten haben den Vorteil, dass Du Dein Training bereits erledigt hast, wenn Du Deine Wohnungstür aufschließt. 


Einbahnstrasse zu Deinen Laufklamotten


Ich erwische mich häufig dabei, dass ich in der Wohnung nach dem Feierabend erstmal irgendwas anderes erledige. Das kann alles mögliche sein: Wäsche zusammenlegen, mit den Katzen spielen, E-Mails checken und, und, und. 

 

Um das zu umgehen, lege ich mir am Abend vor meinem Training bereits meine Laufklamotten zurecht und zwar nicht zu weit weg von der Wohnungstür. Komme ich dann nach Hause, geht es wie in einer Einbahnstrasse direkt zu den Laufklamotten. Alles andere bleibt unbeachtet, ja, auch die armen Katzen. Sorry Pauli, sorry, Garfield.

 

Die Tasche wird in die Ecke gestellt, ich ziehe mich um, gehe nochmal auf die Toilette, Schuhe an und das Training kann starten. Inzwischen klappt das auch immer besser bei mir.

 

Alles, was mich ablenken könnte, sind Dinge, die ich mir auch nach meinem Training ansehen oder erledigen kann. Lasst Euch nicht ablenken, konzentriert Euch auf das wesentliche und nutzt Eure Zeit.


die macht der freundschaft


Jahrelang hab ich Handball gespielt. Im Teamsport ist es ja so: einer für alle, alle für einen. Training absagen, weil man kein Bock hat? Macht man nicht. Dann kommt nämlich das schlechte Gewissen ums Eck. So brauche ich keinen Teamsport ausüben.

 

Ähnlich verhält es sich für mich mit Laufverabredungen. Am besten ist es , wenn Du Dich mit mehreren Leuten verabredest. Ihr seid dann auch irgendwie ein Team und absagen, weil man keinen Bock hat? Das machen die wenigsten.

 

Also sucht Euch eine Laufgruppe und versucht regelmäßig mit dieser nach dem Feierabend zu trainieren. Oder absolviert mit ein paar Arbeitskollegen nach der Arbeit einen kleinen Lauf.  

 


die wichtigkeit deiner "me-time"


Durch das Marathon-Training und die Schreiberei hier auf meinem Blog habe ich mir angewöhnt, Termine mit mir selber auszumachen und sie in einen Kalender einzutragen. Diese Termine haben für mich die höchste Priorität. Es ist meine persönliche "ME-Time" und die wird so gestaltet, wie ich es möchte.

 

Diese Termine nehme ich mittlerweile genauso wichtig, wie zum Beispiel einen Zahnarzttermin oder den Geburtstag meines Mannes. Wenn auf so einem Termin noch etwas anderes fällt, setze ich Prioritäten und entscheide mich für meine "ME-Time".

 

Seitdem ich das mache, fällt es mir sehr viel leichter, meine Termine mit mir und für mich einzuhalten. Ich bin viel produktiver, weil ich mir kaum noch einen Kopf mache, ob ich das Training sausen lassen soll, weil die Bude so unordentlich ist. Ich gehe trainieren und habe danach sogar Zeit, die Unordnung zu beseitigen, weil ich nicht wie früher planlos in der Wohnung umhergeirrt bin und mir Gedanken darüber gemacht habe, was jetzt wichtiger ist. Genau so etwas raubte mir früher jede Menge Zeit und Energie.

 

Gerade heutzutage wird von uns allen oft verlangt zu allem "ja" zu sagen und überall zu helfen. Wir sollen am besten immer für jeden verfügbar sein, immer funktionieren. Aber was ist mit uns selbst? Denkt einfach mal kurz drüber nach. Nehmt Euch fünf Minuten und setzt Eure Prioritäten und plant Eure "ME-Time". 


benefit für deinen Körper und deine Seele


Das wichtigste Argument zum Schluss - der Sport und hier besonders das Laufen ist Dein Benefit für Deinen Körper und Deine Seele. Also nehme es Dir nicht selber weg, indem Du leichtfertig andere Dinge in den Vordergrund stellst, die eigentlich auch zu einer anderen Zeit erledigen kannst.

 

Lass das Laufen zu einer festen Gewohnheit werden. Alles, was Du regelmäßig über circa vier bis sechs Wochen machst, verinnerlicht Dein Körper so sehr, dass es zu einer festen Gewohnheit wird. Das bedeutet: Du hast das Laufen verinnerlicht und es gehört wie selbstverständlich zu Deinem Leben dazu. Der Schweinehund hat so kaum mehr eine Chance. Du bist der Chef!

 

Der Arbeitstag war anstrengend und Du bist müde? Die Kinder haben sich gezankt? Die Küche müsste dringend aufgeräumt werden? Ja, das sind alles Dinge, die mehr oder weniger belasten, aber ich garantiere Dir, wenn Du den Schweinehund nicht gewinnen lässt und Dir für eine halbe Stunde an der frischen Luft den Kopf freipusten lässt, wird es Dir danach besser gehen. 

 

Kümmere Dich um Dich! Du hast nur diesen einen Körper, also nutze ihn! 

 

Hast Du weitere Tipps oder möchtest Du ein Feedback zu meinem Blogartikel dalassen? Dann schreib mir gern einen Kommentar unter dem Blogartikel. Habt es fein, Ihr Lieben und macht es Euch hygge!